13 September 2006

Fröhlicher Fluß und Chicken a la carte...


Am Samstag sind wir also für 4 Tage raus aus Pretoria.
Wir waren diesmal die zwei Schweden Ilias und Linus, drei Engländer, der Braslianer Augusto und wir beiden Deutschen. Unser Fahrer, Koch und Guide war Lloyd. Eine supernette und lustige Truppe, mit der es sich gut aushalten ließ.

Der erste große Stopp galt dem Blyde River Canyon. Blyde River ist der Fluß der Freude, weil an dieser Stelle eine Gruppe Frauen und Kinder ihre verloren gelaubten Männer, die zu einer Expedition weg waren, wiedergetroffen haben. Der Canyon ist der drittgrößte Canyon der Welt und ist atemberaubend schön!

Wir haben dort einige Zeit verbracht und sind anschließend noch zum God`s Window. Die Drakensberge s ca. 1.800 Meter hoch. God`s Window ist nicht ganz oben, aber der Ausblick ist dennoch wahnsinnig.

Nachdem wir wieder einigermaßen zu Atem gekommen sind, sind wir weitergefahren zu einem Village der Shanga. Dies ist ein Dorf, in dem die alten Traditionen wieder gepflegt werden und in das Touristen eingeladen werden, um die Traditionen zu zeigen und natürlich um Geld zu machen. Wir kamen uns schon als ziemliche Touristen vor, aber die Leute aus dem Stamm waren sehr nett. Wir haben dann ein traditionelles Mal bekommen: Hühnchen und Maismehl, Sauerkraut und vieles mehr. Gegessen wurde natürlich mit den Fingern, die uns von den Frauen des Dorfes vorher gewaschen wurden. Um ehrlich zu sein: Das war das beste Essen, was ich je gegessen habe. Ich konnte gar nicht genug essen und habe mir ordentlich den Magen vollgeschlagen. Die Männer des Dorfes haben dann für uns getanzt und die Frauen dazu gesungen. Anschließend haben wir alle zusammen um das Feuer getanzt und die Bewohner des Dorfes haben ein paar europäische Tänze gelernt. Es war ein lustiger Austausch. Wir haben dann noch bis nachts am Feuer gesessen und uns unterhalten.

Geschlafen haben wir dann auch in den Hütten des Dorfes. Das einzige Zugeständnis an die Touristen: Wir haben nicht auf Grasmatten, sondern richtigen Matrazen geschlafen. Jeweils drei Leute in einer Hütte. Und auch wenn die Hütten von außen gar nicht wirklich groß aussehen: Innen bieten sie sehr viel Platz und waren unglaublich gemütlich warm!!! Dementsprechend habe ich fantastisch geschlafen. Am nächsten Morgen hieß es um 6 Uhr aufstehen und duschen. Duschen dauerte allerdings nur wirklich so lange, bis der Schaum auch wieder aus den Haaren war, da das Wasser schlicht eiskalt war. Und bei morgendlichen Temperaturen im unteren einstelligen Bereich hat man da nicht wirklich Ausdauer... ;-)
Nachdem ich mir immer wieder eingeredet habe, dass das gesund ist, ging es aber ganz gut und nachdem ich ein paar Klamotten angezogen hatte, war mir mollig warm.

Nach einem leckeren, wenn auch europäischen Frühstück, wurden die Klamotten wieder in den Anhänger unseres kleinen VW-Busses geschmissen und die Fahrt ging zum Krüger-Park.