29 September 2006

Hakuna Matata...


Nun also ist unsere Tour am Samstag gestartet. Es hieß wie immer früh aufstehen und packen.

Wie wir gefahren sind, brauche ich vermutlich gar nicht mehr zu erählen:
Matrazen hinten in den Bakkie, Ben und Ulli hinten rein, ich vorne. Trailer an den Bakkie angehängt und los.

Nach kleineren Stopps haben wir in Nelspruit Ben abgesetzt. Eigentlich wollten wir ihn ein paar Tage später in Swaziland wieder treffen, allerdings konnte er dann doch nicht kommen..

Monrey, Ulli und ich sind dann weitergefahren und sind abends im Marloth Park angekommen. Wie der Krüger-Park ebenfalls ein Game-Park (Tier-Park). Der Marloth-Park grenzt auch direkt südlich an den Krüger-Park am Crocodile-River an. Der Unterschied hier: Es gibt keine Hyänen und auch keinen Zaun um die Camps. Löwen gibt es allerdings schon...

Wir hatten hier ein schönes kleines Häuschen und hätten eigentlich auch mal wieder in einem richtigen Bett schlafen können, aber da wir auch eine schöne Empore hatten, haben wir beschlossen, allesamt draußen bei unserem Guide zu schlafen. Was eine tolle Erfahrung! Nachdem Monrey auch meinte, dass Löwen nicht unbedingt Treppen steigen, haben wir uns auch recht sicher gefühlt. Brüllen konnten wir sie allerdings nachts hören - und das war nicht weit weg.

Schöner war es aber, die absolute Stille und Schwärze der Nacht zu hören und zu spüren. In der zweiten Nacht gab es dann ein heftiges Gewitter, was uns aber nicht davon abgehalten hat, draußen zu schlafen. Immerhin war es ja überdacht. Aber diese Blitze waren horrorfilmreif... Erst absolute Schwärze, wie man sie in Deutschland überhaupt nicht kennt, und dann war der Busch plötzlich hell erleuchtet... Gruselig und trotzdem schön.

Morgens hatten wir dann Besuch von "Otto". So habe ich das Warzenschwein genannt, das an dem Morgen an unsere Terrasse kam. Wir haben es dann mit Aepfeln gefüttert, wobei Monrey mich gewarnt und mir erstmal gezeigt hat, wie man den dicken Hauern aus dem Weg geht...

Wir haben dann mal wieder einen Game-Drive durch den Park gemacht. Gesehen haben wir wieder Kudus, Wasser-Büffel, einen Elefanten und aus der Ferne auch einen Löwen und andere kleinere Tiere. Den Drive haben Ulli und ich oben auf dem Dach unseres Bakkies gemacht. Höher konnte man wahrlich nicht sitzen und Monrey ist ohnehin langsam gefahren.

Zurück im Camp gab es erstmal Frühstück und anschließend haben wir ein kleines Schläfchen gehalten. Es ist schon ein wirklich lustiges Gefühl, zu schlafen und die Beine baumeln zu lassen und zu wissen, dass gleich vielleicht ein Warzenschwein einem die Füße schlecken könnte...

Ottos Familie ist aber nicht mehr vorbeigekommen. Dafür aber eine ganze Zebra-Familie. Diese war zwar an sich sehr scheu und anfassen konnte man sie nicht. Die Aepfel haben sie einem allerdings aus der Hand genommen.


Abends gab es immer "Busch-TV", sprich ein schönes Lagerfeuer...

Am nächsten Morgen sind wir mal wieder um 5 Uhr aufgestanden und haben an einem Aussichtspunkt gefrühstückt. Hier konnte man einen weiten Teil des Crocodile-River, der schon zum Krüger-Park gehört, übersehen. Wunderschön, wenn auch ein wenig kühl. Unsere Rusks (eine Art getrockneter Kuchen und mittlerweile eine unserer liebsten Hauptnahrungsquellen) haben wir uns dann mit einer Affenfamilie geteilt, die uns ebenfalls diese aus der Hand genommen (besser gesagt: geklaut) haben. Diese kleinen Racker sind überall und man muss immer alle Türen und Fenster am Haus geschlossen halten, weil sie sonst alles verwüsten. Aber so waren sie doch ganz niedlich...