01 Oktober 2006

I am a monkey...

Das war der meistgebrauchte Satz unseres Guides. Nachdem Monrey nun schon sich am ersten Mozambique-Tag die erste Zehe verletzt hat, sollte das nicht seine letzte Verletzung sein. Egal, wie leer ein Strand auch sein mag: Er findet unter Garantie den einzigen Stein, an dem man sich Zehen brechen kann. Nachdem der Nagel der ersten Zehe schon halb abgerissen war, zog er mit dem großen Zeh des anderen Fußes nach.
Den hat er sich dann auch gleich beim nächsten Stein noch halb aufgeschnitten.
Reingetreten ist er dann auch noch in eine spitze Wurzel oder ähnliches und hat sich den Fuß von unten verletzt.
Und immer wieder hörte man von Ferne fluchen: "Outsch, i'm a monkey". So leid uns das auch tat, aber wir haben nur noch Tränen gelacht. Wir haben es auch schon immer kommen sehen:
Er schmiss das Feuerholz in die Nähe der Feuerstelle und natürlich wussten wir, dass er gleich wieder dagegen rennen wird. Und natürlich "i'm a monkey".

Auch mit dem Feuer hat er seine allabendliche Auseinandersetzung: Er ist der beste Feuermacher weit und breit und wenn er braait (grillt), ist es Klasse, aber man sollte die brennenden Holzscheite eben nicht mit der bloßen Hand umschichten. Genau das hat er aber allabendlich gemacht - gefolgt von einem "i'm a monkey". Unser Kommentar, wenn wir das zwischen unseren Lachattacken rausbekamen, war dann setig: "Fire is hot"...

Immerhin ist er kein Weichei und er hat kaum gejammert. Nichtsdestotrotz ist er ein hervorragender Guide. Er war einst ein Policeman in Jo'burg und dort in dem gefährlichsten Viertel unterwegs. Dort ist er dann auch mehrmals lebensgefährlich angeschossen worden, weshalb er das an den Nagel gehängt hat. Er erkennt Dinge blitzschnell und messerscharf und hat auf uns Mädels immer ein wachsames Auge... So fühlen wir uns hier immer sehr sicher.