15 November 2006

Ein bisschen Urwald...

Erstmal ging es weiter an der Küste Richtung Süden. Erster Halt hier war Jeffreys Bay. Hier gab es einen richtig schönen Backpacker und aus meinem Zelt hatte ich einen 270Grad-Rundum-Blick aufs Meer. Hier gab es auch zum ersten Mal wieder größere Läden und die Vorräte wurden aufgefrischt. Gleichzeitig war es aber auch genau das, was mich gestört hat! Es gab hier schlicht schon zuviel Tourismus und zu viele Surfer-Boys. Die Einsamkeit der Transkei, wo die wenigen weißen Touristen noch Ausnahmen sind, war hinüber. Es hätte nun genauso gut ein Strand in Mallorca oder sonstwo sein können. Nichtsdestotrotz genieße ich hier zwei Tage und fahre dann Richtung Süden weiter. Diesmal aber nicht mehr mit dem Bus, sondern mit dem Auto. Mark und Torsten aus Norddeutschland nehmen mich netterweise mit. Eigentlich wollte ich schon in Storms River wieder aussteigen, aber sie nehmen mich weiter mit und so reisen wir ab jetzt zusammen...

Wir sehen uns die Schlucht von Storms River an
, den big tree, der 800 Jahre alt ist, und fahren über den Bloukrans Pass

nach Plettenberg Bay und weiter anschließend nach Knysna. Beides sehr schöne Orte, aber irgendwie hält uns nichts dort.

Und so fahren wir ein Stück zurück und machen kurz vor Knysna Halt auf einer Pferde-Farm. Superidyllisch und familiär. Mich hat eine leichte Mittelohrentzündung erwischt und so schlafe ich diesmal in einem Bett, da die Temperatur draußen doch ziemlich kalt war. Außerdem basteln mir die Jungs aus einem T-Shirt einen schönen Schal und schon am nächsten Morgen war ich wieder fit. Wir sind dann durch die Wälder ausgeritten. Nicht, dass ich reiten könnte, aber mein Pferd war sehr geduldig mit mir...



Schlangen sind wir beim Ausritt Gott sei Dank nicht begegnet, dafür aber ein paar Affen. Die Pferde sind netterweise ruhig geblieben. Wir sind dann durch kleine Schluchten, matschige Bachläufe und auf kleinen Pfaden durch den (Ur-)wald geritten. Eine nette Abwechselung und die Ruhe tat gut.